Fahren in Island im Juli ist Freiheit mit Motor. Die Busse rollen voll los, die Scheiben beschlagen, jeder Halt auf die Minute getaktet. Du kannst dich diesem Umzug anschließen oder dein eigenes Auto mieten und selbst entscheiden, wann du anhältst, wann du weiterfährst und wann du einer Straße folgst, nur weil sie gut aussieht. Die Hauptsaison bringt Menschenmengen, aber auch die einfachsten Fahrbedingungen, die dieses Land bietet. In diesem Leitfaden behandeln wir die echten Fragen: welches Auto man mietet, welche Versicherungen wichtig sind, wie man sich an Islands Verkehrsregeln hält und wohin man fährt, wenn das Tageslicht nicht enden will.
Ist der Juli ein guter Monat zum Fahren in Island?
Für alle, die abwägen, wann sie hier ein Auto mieten sollen, ist der Juli ein klares Ja. Ein Roadtrip in Island im Juli ist einfacher, sicherer und verzeihender als in den meisten anderen Monaten. Denk daran wie an die Saison, in der das Land den Schwierigkeitsgrad herabsetzt.
- Winter vs. Juli - im Januar kämpfst du gegen Schneeverwehungen und Eisplatten. Im Juli kämpfst du … mit Staus in der Nähe von Wasserfällen. Such dir deinen Kampf aus.
- Frühling und Herbst vs. Juli - die Nebensaison lockt mit günstigeren Mieten, birgt aber weiterhin das Risiko plötzlicher Stürme. Der Juli tauscht Chaos gegen Vorhersehbarkeit.
- Erstfahrer - der Juli fühlt sich an wie Island mit Stützrädern. Straßen bleiben offen, Bedingungen sind gut beherrschbar, Fehler werden selten hart bestraft.
- Trade-offs - höhere Mietkosten und überfüllte Hotspots. Aber du gewinnst Gelassenheit am Steuer.

Wetter und Straßenverhältnisse im Juli
Jede Autoreise steht und fällt mit zwei Dingen: dem Himmel darüber und der Oberfläche unter deinen Reifen. Der Juli in Island liefert die Kulisse. Von hier aus erklären wir, wie die Jahreszeit die Fahrt prägt – von stabilen Straßenverhältnissen bis zum seltsamen Rhythmus fast endlosen Tageslichts.
Warum der Juli ideal für einen Roadtrip ist
Ein Roadtrip in Island im Juli bringt praktische Vorteile mit sich, die beeinflussen, wie du fährst und packst. So sieht’s aus:
- Temperaturen - durchschnittliche Tageshöchstwerte liegen bei etwa 10–15 °C (50–59 °F). Manche Tage steigen höher, aber das isländische Wetter kann schnell von Sonne auf Nieselregen umschlagen.
- Reifen - Winterausrüstung ist unnötig. Eis ist fast kein Thema, du fährst ohne Sorge vor gefrorenen Flächen.
- Sicherheit am Steuer - vorhersehbare Bedingungen helfen selbst vorsichtigen Besuchern, entspannt zu bleiben.
- Straßenmix - die Ringstraße bleibt meist trocken und gleichmäßig. Abseits davon sind Schotterpisten üblich, was geringere Geschwindigkeiten und mehr Aufmerksamkeit verlangt.
- Packing - das mildere Klima reduziert den Bedarf an voluminöser Kleidung. Eine Regenjacke und Zwiebelschichten reichen, Taschen werden leichter und die Vorbereitung einfacher.

Tageslichtstunden und der Effekt der Mitternachtssonne
Fahren in Island im Juli bedeutet, sich an einen Rhythmus zu gewöhnen, in dem Tageslicht deine Pläne stark beeinflusst. Stell es dir so vor:
- Tageslicht - rechne täglich mit 18 bis über 20 Stunden Helligkeit. Selbst in Reykjavík fühlt sich die Nacht eher wie eine ausgedehnte Dämmerung an. Weiter nördlich wird es kaum richtig dunkel.
- Mitternachtssonne - die Mitternachtssonne sinkt tief, doch der Himmel leuchtet weiter – wie ein einziger, nicht enden wollender Tag.
- Flexibilität - mehr Stunden auf der Uhr erlauben längere Routen, Stopps aus Neugier und Fahren ohne Deadline.
- Sicherheit - weniger Nachtfahrten bedeuten weniger Risiken durch Dunkelheit. Straßen bleiben fast rund um die Uhr sichtbar.
- Müdigkeit - die Herausforderung sind nicht dunkle Straßen, sondern deine eigenen Grenzen. Endloses Licht kann dazu verleiten, ohne Pause zu weit zu treiben.

Auto mieten in Island im Juli
Erste Entscheidung: in Island ein Auto mieten oder die Reise im Bus verbringen. Der Juli bietet alles – von kompakten Kleinwagen bis zu SUVs mit Platz für die ganze Crew. Die Jahreszeit ist hier nicht der eigentliche Faktor.
Wichtig ist, wohin du fahren willst, wie viele Personen mitkommen und wie viel Komfort du brauchst, um gelassen zu bleiben.
Als Nächstes kommen wir zum Punkt: welche Autos wirklich taugen, wann sich ein 4x4-Upgrade lohnt und welche Versicherung dich vor bösen Überraschungen am Schalter bewahrt.
Bester Fahrzeugtyp für Reisen im Juli
Unsicher, welches Auto du in Island wählen sollst? Der Trick ist, das Auto an deine Reise anzupassen, nicht an deinen Instagram-Feed. So teilt es sich auf:
- Für Asphalt und kleines Budget - Hyundai i10, Toyota Aygo, Kia Rio. Klein, sparsam mit etwa 5–6 l/100 km (39–47 mpg) und perfekt für Ringstraße oder Golden Circle. Ideal für zwei Personen mit leichtem Gepäck. Erwarte nur keine Wunder beim Kofferraum.
- Für Komfort & Alltagstauglichkeit - Toyota Yaris, Kia Ceed, Skoda Octavia Sedan. Mehr Stauraum, sanfteres Fahren und weniger Enge auf langen Strecken. Ideal für kleine Familien oder Paare mit mehr als Tagesausflügen.
- Für Platz & Gruppen - Opel Crossland X oder Renault Trafic (Van). Genügend Sitze und Stauraum, damit Kinder, Ausrüstung und die Laune aller in einem Fahrzeug bleiben.

Hinweis: Standard-Pkw sind auf F-Straßen nicht erlaubt. Dafür sind 4x4 da. Mehr dazu gleich.
Auf einen Blick: Welches Auto passt zu deiner Reise?
|
Kategorie |
Beispielmodelle |
Sitzplätze |
Gepäck |
F-Straßen geeignet |
|
Budget & Stadt |
Hyundai i10, Toyota Aygo, Kia Rio |
4–5 |
1–2 Taschen |
Nein |
|
Komfort & Flexibilität |
Toyota Yaris, Kia Ceed, Skoda Octavia |
5 |
3–4 Taschen |
Nein |
|
Gruppenreise |
Opel Crossland X, Renault Trafic (Van) |
5–9 |
4+ Taschen |
Nein |
|
Hochlandzugang |
Dacia Duster 4x4, Suzuki Vitara 4x4, Jeep Renegade |
5 |
3–4 Taschen |
Ja |
Ist ein 4x4 im Sommer nötig?
Nicht jeder braucht einen 4x4. Ringstraße und Golden Circle sind vollständig asphaltiert oder mit Schotter gepflegt, und ein normaler 2WD reicht im Juli völlig aus. Wenn dein Plan bei diesen Routen bleibt, ist ein kleineres Auto bequem, sparsam und günstiger zu mieten.
Die Geschichte ändert sich, wenn du im Juli Islands F-Straßen ansteuerst. Diese Hochlandpisten sind rau, unbefestigt und führen oft über steile Anstiege oder seichte Flüsse. Das Gesetz ist eindeutig: Nur 4x4 sind erlaubt. Mit einem 2WD riskierst du hohe Strafen, ungültige Versicherung und vermutlich den Abschleppwagen.
Ein echter 4x4 bringt die Traktion und Bodenfreiheit für vulkanischen Schotter, Spurrillen und Wasserdurchfahrten. Modelle wie Dacia Duster, Suzuki Vitara oder Jeep Renegade sind für dieses Terrain gebaut. Dennoch erfordern die F-Straßen Vorsicht. Sie sind am besten für selbstsichere Fahrer geeignet, die abgelegenes, unebenes Gelände beherrschen.

Versicherungstipps für Sommermieten
Die Mietwagenversicherung in Island zu regeln macht keinen Spaß, aber sie zu überspringen kann schnell teuer werden. Darauf kommt es im Juli an:
- Basisschutz - jede Miete umfasst Collision Damage Waiver (CDW) und Haftpflicht. CDW begrenzt deinen Eigenanteil bei Schäden. Die Haftpflicht deckt Verletzungen oder Sachschäden Dritter.
- Schutz vor Schotter - im Sommer ein Muss. Lose Steine auf Landstraßen verursachen Lackabplatzungen und Windschutzscheibenrisse. Reparaturen kosten oft mehr als das Upgrade.
- Sand- & Ascheschutz - es kann trocken und windig werden. Vulkanasche und Sandstürme zerkratzen Lack und Glas. Sinnvoll, wenn du in exponierte Regionen fährst.
- Überlappungen prüfen - checke deine Reiseversicherung, bevor du zahlst. Manche decken Mietwagen bereits ab – Doppelungen vermeiden.
- Mietbedingungen - Selbstbeteiligungen variieren. Lies das Kleingedruckte zu Ausschlüssen, besonders bei Schotter- oder Vulkanschäden.
Was jede Versicherung tatsächlich abdeckt
|
Versicherungsart |
Deckung |
Wann sinnvoll |
Hinweise / Ausschlüsse |
|
CDW + Haftpflicht |
Collision Damage Waiver + Drittschadendeckung |
Immer im Basistarif enthalten |
Deckt keinen Schotter, keine Asche und keine Flussdurchfahrten |
|
Schotterschutz |
Abplatzungen, Kratzer, rissige Windschutzscheiben |
Wesentlich für ländliches Fahren im Sommer |
Günstiges Add-on, häufige Schäden |
|
Sand & Asche |
Schäden durch Sandstürme oder Vulkanasche |
Nützlich in trockenen, windigen Regionen |
Nicht nötig, wenn du nur auf der Ringstraße bleibst |
|
Diebstahlschutz |
Deckt Diebstahl des Fahrzeugs |
Selten nötig |
Islands Diebstahlrate ist sehr niedrig |
|
SCDW (Super CDW) |
Senkt die Selbstbeteiligung bei Unfällen |
Beruhigt vorsichtige Fahrer |
Erhöht die Tageskosten |
Wesentliche Fahrtipps für den Juli
Das Auto zu bekommen war der einfache Teil. Jetzt musst du dich an Islands Regeln halten. Tempolimits fühlen sich niedrig an, Brücken verengen sich auf eine Spur, und Schafe wandern herum, als gehöre ihnen die Straße. Tankstellen? Manchmal stundenweit auseinander. Verpasst du eine, bereust du es. Kenn die Basics, bevor du den Schlüssel drehst.
Islands Verkehrsregeln verstehen
Die Verkehrsgesetze in Island sind streng, und Verstöße werden teuer. Das solltest du wissen:
Grundlagen
- Rechts fahren und Scheinwerfer stets eingeschaltet lassen.
- Sicherheitsgurte sind für alle Pflicht.
- Handy nur freihändig.
- Alkoholgrenze 0,05 % BAC. Behandle es wie null.
- Offroad-Fahren ist strikt verboten.
- Scheinwerfer müssen 24/7 an sein.

Geschwindigkeit & Bußgelder
- Limits - 50 km/h im Ort, 90 km/h auf asphaltierten Landstraßen, 80 km/h auf Schotter.
- Saftige Bußgelder - 23.544 ISK (175 $) für kleine Überschreitungen, bis zu 600 $ bei großen Tempi.
- Weitere Verstöße wie Handynutzung oder Nicht-Vorfahrt können 40.000 ISK (275 $) kosten.
Besondere Gefahren
- Einspurige Brücken: Das nächstgelegene Fahrzeug fährt zuerst.
- Schafquerungen: langsamer fahren, mit Überraschungen rechnen.
- Kreisverkehre: Die innere Spur hat beim Ausfahren Vorrang.
- Blitzer sind überall und automatisch.
Navigation und Tanken
Sich in Island zurechtzufinden ist nicht schwer, wenn du weißt, was dich erwartet. Wir bieten GPS und tragbares WLAN gegen eine kleine Gebühr an. Tragbare 4G-WLAN-Geräte verbinden mehrere Geräte und funktionieren in Ortschaften oder entlang der Ringstraße gut, aber die Abdeckung nimmt im Hochland ab.
GPS-Mieten geben Abbiegehinweise und zeigen isländische Ortsnamen an, sodass du falsche Abzweige auf unbekannten Routen vermeidest. Tankstellen in Island sind entlang der Ringstraße und in den meisten Orten leicht zu finden. In abgelegenen Gegenden ist es anders.

Einige Abschnitte verlaufen 100–150 km (62–93 Meilen) ohne eine einzige Zapfsäule. Es gibt Tankstellen im Hochland, aber sie sind selten und meist teurer. Die Kraftstoffpreise liegen bei etwa 250–300 ISK pro Liter (6,50–7,80 $ pro Gallone), womit Island zu den teuersten in Europa gehört. Um Ärger zu vermeiden, bieten wir kostenlose Kraftstoffrabattkarten an, damit du sparst und Last-Minute-Tankstopps vermeidest.
Websites, die du vor der Fahrt checken solltest
Gute Island-Fahrtipps für den Sommer beginnen damit, zu wissen, wo man nachschaut, bevor man überhaupt den Motor startet. Diese Seiten halten dich aus Schwierigkeiten heraus und ersparen böse Überraschungen:
- Vedur.is - Islands offizielle Wetterseite. Echtzeitprognosen zu Temperatur, Wind, Regen und Unwetterwarnungen. Unverzichtbar, wenn sich Bedingungen in Minuten ändern.
- Umferdin.is - die Instanz für Straßenverhältnisse und Sperrungen. Prüfe F-Straßen-Zugänglichkeit, Live-Verkehrskameras und Wetter nach Region. Perfekt zur Hochlandplanung.
- SafeTravel.is - zentrale Anlaufstelle für Warnungen, Sicherheitstipps und Tourenplanung. Du kannst sogar deinen Reiseplan hinterlassen, damit im Notfall jemand weiß, wo du bist.
Checke diese Seiten täglich. Das isländische Wetter kümmert sich nicht um deinen Plan. Was beim Frühstück sicher klang, kann am Nachmittag riskant sein.

Wohin man in Island im Juli fährt
Nicht jede Straße ist gleich. Manche schenken dir Wasserfälle ohne Aufwand, andere testen dich mit Flussdurchfahrten. Im Juli ist alles offen, also liegt die Frage bei dir: Bleibe ich für die Klassiker auf der Ringstraße? Dringe ich für das Wilde ins Hochland vor? Oder nehme ich den ruhigen Umweg, wo Busse nie fahren? Hier sind ein paar Routen, um zu entscheiden, welche Art von Self-Drive in Island im Juli du wirklich willst.
Die Ringstraße: eine klassische Sommerroute
Fahren in Island im Juli bedeutet oft, die Ringstraße anzugehen. Die Route 1 führt 1.322 km (822 Meilen) um die Insel herum. Überwiegend asphaltiert, mit einigen Schotterpassagen. Jede 2WD schafft das.
Der Reiz liegt in den Stopps:
- Seljalandsfoss - ein Wasserfall, hinter dem man entlanggeht, Gischt ins Gesicht, alle durchnässt und grinsend.
- Gletscherlagune Jökulsárlón - eine Lagune voller Eisberge, die zum Meer treiben. Robben tauchen auf, als wäre es nichts.
- See Mývatn - Vulkankrater, blubbernder heißer Schlamm, zischende Fumarolen und Schwärme von Mücken, die zeigen, dass hier Leben ist.
- Vík und Dyrhólaey - schwarzer Sand bis zum Horizont, Klippen voller Papageitaucher, Wellen, die so kräftig schlagen, dass du zurückweichst.
- Vatnajökull - Europas größter Gletscher, dessen Eiszungen bis nahe an die Straße reichen.
- Ostfjorde - abgelegene Fischerdörfer und gewundene Fjorde, wo die Massen endlich verschwinden.
Nimm dir 7 bis 10 Tage, wenn du es richtig sehen willst. Schneller, und du jagst nur weißen Linien hinterher.

Hochland und F-Straßen: Sind sie im Juli geöffnet?
Ein Roadtrip in Island im Juli ist die beste Chance, das Hochland zu sehen. Es ist das leere, abgelegene Zentrum des Landes, erreichbar nur über F-Straßen. Sie öffnen Mitte bis Ende Juni und schließen wieder Anfang September – je nach Schneeschmelze. Der Juli ist Hochsaison: wärmere Tage, lange Helligkeit und weniger Sperrungen.
Bemerkenswerte Routen für Islands F-Straßen im Juli:
- F208 Landmannalaugar - das Aushängeschild des Hochlands. Rhyolithberge in Rot, Gelb und Grün. Heiße Quellen zum Einweichen nach dem Wandern. Sigöldugljúfur-Canyon, wo türkisfarbenes Wasser durch schwarzes Gestein schneidet. Krater Ljótipollur – hässlicher Name, surrealer Vulkansee. Der nördliche Abschnitt ist gutmütiger; daher viele Mietwagen.
- F225 Landmannaleið - Abkürzung in das Naturschutzgebiet Fjallabak. Wirkt erst zahm, legt dann mehrere Furten nach. Nichts für Nervöse.
- F35 Kjölur - direkte Linie durchs Hochland von Gullfoss nach Norden. Keine Flussquerungen, daher eine der einfacheren F-Straßen. Das Geothermalgebiet Hveravellir ist die Belohnung: blubbernde Becken und Dampfaustritte mitten im Nichts.
- F26 Sprengisandur - die Endlose. Die längste und einsamste F-Straße. Schwarze Wüste, Gletscher am Horizont und sonst nichts. Du brauchst Sprit, Essen und Geduld.
- F88 Askja - Steine, Flüsse, rauer Boden. Führt zur Askja-Caldera, wo Astronauten für den Mond trainierten. Lohnend, aber nur, wenn du Furten beherrschst.
- F210 Fjallabaksleið Syðri - eine anspruchsvollere Parallelroute zur F208. Tiefe Flüsse und rohe Landschaft nahe Landmannalaugar. Jeder Kilometer ist verdient.

Versteckte Juwelen abseits der ausgetretenen Pfade in Island
Ein Self-Drive in Island im Juli bedeutet, dass du nicht an dieselben Wasserfälle wie alle anderen gebunden bist. Diese Orte erfordern mehr Einsatz, belohnen aber mit Raum, Stille und Geschichten, die Gruppenreisen entgehen.
- Viknaslóðir-Wanderwege (Ostfjorde) - abgelegene Routen über Fjorde und Täler, lebendig mit Seevögeln und Rentieren. Rau, ruhig und ideal für Wanderer, die Wildnis ohne Menschenmassen wollen.
- Naturschutzgebiet Hornstrandir (Westfjorde) - keine Straße führt dorthin. Zugang per Boot oder langer Wanderung. Polarfüchse streifen frei, Klippen steigen aus dem Meer, Handyempfang geht schnell verloren. Genau darum geht’s.
- Naturschutzgebiet Grótta (Reykjavík) - ein Leuchtturm, zu dem man bei Ebbe laufen kann, Vogelbeobachtung und ein kleines Warmwasserbecken. Ein Ort der Einheimischen für Sonnenuntergänge; im Winter ein Polarlicht-Spot direkt bei der Stadt.
- Camping Þakgil (bei Vík) - eine Schlucht abseits der Südküstenmassen. Wege umschlingen das Tal, eine Höhle dient als Speisesaal. Die Straße passiert ein verlassenes Filmset – surreale Note.
- Ort Siglufjörður (Norden) - einst Heringshauptstadt, heute Kleinstadt, umgeben von scharfen Bergen und Fjorden. Das Heringszeitalter-Museum erzählt Aufstieg und Fall. Authentischer als die touristischen Orte im Süden.
- Geothermalgebiet Seltún (Reykjanes) - kochende Schlammtöpfe, zischende Fumarolen und vom Mineral rot-gelb gefärbter Boden. Übersehen von denen, die zum Blue Lagoon eilen – umso besser.
- Hellissandur (Snæfellsnes) - Fischerdorf als Leinwand. Murals sprenkeln alte Häuser und Schuppen, Farbe in den Lavafeldern. Mischung aus Tradition und Street Art im Schatten des Snæfellsjökull.
- Schwarzer Sandstrand Landeyjahöfn (Süden) - ein Küstenabschnitt mit wenigen Fußspuren. Hauptgesellschaft ist die Tierwelt: ruhende Robben am Strand, Seevögel oben.
- Tal Þórsmörk (Hochland) - zwischen Gletschern eingeklemmt, mit Wegen in Schluchten und Höhlen. Wasserfälle abseits der Hauptpfade. Zu Fuß oder mit geführtem 4x4 erreichbar – daher ruhig.

Was man für eine Reise im Juli einpackt
Für Island im Juli zu packen bedeutet mehr als ein paar T-Shirts in die Tasche zu werfen. Mit der richtigen Ausrüstung verbringst du die Reise mit Entdecken statt mit der Suche nach Vergessenem. Das empfehlen wir mitzunehmen:
Wichtige Kleidung
|
Kategorie |
Zum Einpacken |
Warum es wichtig ist |
|
Basisschichten |
Leichte T-Shirts (Merino oder schnelltrocknend), langärmliges Thermo-Oberteil (1–2) |
Mittelwerte 10–15 °C (50–59 °F), können niedriger sein. Atmungsaktive Schichten verhindern Überhitzung. |
|
Mittelschichten |
Fleecejacke, leichter Wollpullover, isolierte Weste |
Wärme an kühleren Tagen oder windigen Abenden. Leicht auszuziehen, wenn es wärmer wird. |
|
Außenschicht |
Wasserdichte Hardshell mit Kapuze, winddichte Regenhose |
Isländisches Wetter schlägt schnell um. Regen- und Windschutz ist unverhandelbar. |
|
Unterteile |
Jeans oder Freizeit-Hose, schnelltrocknende Wanderhose, Leggings (zum Layern) |
Kombiniert Komfort und Zweckmäßigkeit. Wanderhosen trocknen nach Regen schneller als Denim. |
|
Schuhe |
Wasserdichte Wanderstiefel, Trailschuhe, leichte Sneaker, Sandalen/Flip-Flops |
Stiefel für unebenes Gelände, Sneaker für Stadtgänge, Sandalen für Hot Pots oder Duschen. |
|
Accessoires |
Warme Mütze, Kappe für Sonne, Handschuhe (leichtes Fleece oder wasserdicht) |
Auch im Juli können Morgen und Abende um 5 °C (41 °F) liegen. Hände und Ohren merken es zuerst. |
|
Socken & Unterwäsche |
Merinowollsocken (3–4 Paar), normale Baumwollsocken, feuchtigkeitsableitende Unterwäsche |
Wolle wärmt auch feucht. Ersatz mitnehmen, da Trocknen langsam sein kann. |
|
Schlafen |
Schlafmaske, leichte Pyjamas, Ohrstöpsel |
Tageslicht dauert 18–20 Stunden. Maske und Stöpsel bedeuten echten Schlaf. |
|
Schwimmen |
Badeanzug, schnelltrocknendes Handtuch, Plastiktüte für Nasses |
Für heiße Quellen, Lagunen und geothermale Pools im ganzen Land. |
|
Verschiedenes |
Sonnenbrille mit UV-Schutz, leichter Schlauchschal oder Buff |
Die Sonne ist stark, wenn sie scheint. Der Buff dient auch als Windschutz auf offenen Straßen. |
Fahr- und Campingausrüstung
|
Kategorie |
Zum Mitnehmen |
Warum es wichtig ist |
|
Navigation |
GPS-Miete, tragbarer WLAN-Hotspot, Offline-Karten (Google Maps, Maps.me) |
Gute Abdeckung in Orten, löchrig im Hochland. Offline-Karten verhindern Irrfahrer in Funklöchern. |
|
Strom & Laden |
Powerbank (10.000–20.000 mAh), Auto-Inverter/USB-Adapter, Ersatzkabel |
Hält Handy, Kamera und GPS auf langen Etappen am Leben. Tankstellen haben nicht immer Steckdosen. |
|
Sicherheit & Tools |
Erste-Hilfe-Set, Taschenlampe/Stirnlampe, Multitool, Gewebeband |
Reduziert Stress bei Schrammen, dunklen Stopps oder kleinen Reparaturen unterwegs. |
|
Kraftstoff & Fahren |
Prepaid-Tankkarte, Kanister (optional, für abgelegene Hochlandtouren) |
Tankstellen sind in abgelegenen Regionen rar. Manche Abschnitte sind 100–150 km (62–93 Meilen) ohne eine einzige. |
|
Komfort unterwegs |
Reisekissen, wiederverwendbare Wasserflasche, Snacks/Trockenproviant |
Lange Strecken zwischen Orten. Spart Geld und verhindert Abhängigkeit von Tankstellenessen. |
|
Camping-Basics |
Schlafsack (3-Jahreszeiten), Kocher mit Gaskartuschen, leichtes Kochgeschirr, Besteck |
Für alle, die campen statt Pensionen. Bietet Flexibilität und spart Budget in abgelegenen Gegenden. |
|
Schutz & Wärme |
Zelt mit Unterlage, aufblasbare Isomatte, Thermoinlett |
Nächte können kalt sein. Ein gutes Zelt-Setup hält dich trocken und warm. |
|
Extras |
Insektenschutz (Mücken), schnelltrocknendes Handtuch, Drybag |
Mücken schwärmen im Juli an Seen. Der Drybag schützt Elektronik bei plötzlichem Regen oder Furten. |
FAQ zum Fahren im Juli
Kann ich im Juli Nordlichter sehen?
Nein. Der Himmel wird nicht dunkel genug. Wenn Nordlichter das Ziel sind, plane zwischen September und April. Der Juli ist für Mitternachtssonne, nicht für Polarlichter.
Sind im Juli alle Straßen in Island offen?
Die meisten asphaltierten Straßen sind offen und leicht zu fahren. F-Straßen im Hochland hängen von der Schneeschmelze ab. Prüfe tägliche Updates auf Umferdin.is, bevor du einen Umweg wagst.
Wie sicher ist Alleinfahren?
Alleine zu fahren ist im Juli generell sicher. Hauptrisiken sind Müdigkeit durch endloses Licht und Rutschen auf Schotter. Hinterlasse deine Route bei SafeTravel, bevor du ins Hochland fährst.
Ist es sicher, im Juli in Island zu fahren?
Ja. Im Vergleich zum Winter ist der Juli die einfache Saison. Straßen sind eisfrei, Sicht ist weit, Gefahren sind minimal. Unterschätze nur keine plötzlichen Wetterwechsel.

Letzte Tipps für Miete und Fahren in Island
Selbst zu fahren ist das, was die meisten unserer Kundinnen und Kunden im Juli anstreben, und der Trick ist, alles richtig zu machen, bevor du die Schlüssel in der Hand hältst.
- Früh buchen - der Juli ist Hochsaison. Unsere Hyundai i10, Kia Rio und Dacia Duster sind schnell weg. Reserve rechtzeitig, um das gewünschte Auto zu bekommen, nicht das, was übrig ist.
- Prüfe, was enthalten ist - bei uns sind Collision Damage Waiver, unbegrenzte Kilometer und MwSt. von Anfang an dabei. Extras wie Gravel Protection oder Sand & Ash sind optional, keine versteckten Überraschungen.
- Bei Abholung prüfen - wir empfehlen es. Geh herum, notiere Kratzer und Steinschläge an der Scheibe. Wir dokumentieren alles mit dir.
- Nutze das Licht - starte früh, um Busse zu vermeiden. Oder fahre spät unter der Mitternachtssonne und habe die Straßen für dich.
- Klug tanken - unsere kostenlose Kraftstoffrabattkarte bietet bessere Preise bei Orkan und Olís. Manche Standorte spendieren sogar Kaffee oder WLAN, was lange Etappen erleichtert.
Fahren in Island im Juli beginnt hier. Sichere dir heute dein Auto
Fahren in Island im Juli bedeutet nicht, Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Es geht um Zeit. Zeit, in kleinen Orten anzuhalten, auf schwarzem Sand zu stehen, die Seitenstraße zu nehmen – einfach so. Der Juli schenkt dir Licht und offene Straßen.
Alles, was du brauchst, ist das richtige Auto. Unsere große Flotte reicht von kompakten Citycars bis zu hochlandtauglichen 4x4.
Wähle, was zu deiner Reise passt, nicht zu jemandes Vorstellung. Buche heute und lass das Fahren in Island im Juli zur besten Entscheidung werden, bevor du aus dem Flugzeug steigst.
Durch